Tongarino Nationalpark
Anzeigen
Insidertipps

Reisebericht

Gratis Bilder und Reiseberichte hochladen

Anzeigen

Tongariro Nationalpark

Tongario Nationalpark

Zwischen Schneefeldern und aktiven Vulkanen

Im Tongariro Nationalpark erleben Wanderer die faszinierende Natur Northlands


Drei riesige Berge blicken auf die Gegend um den Lake Taupo im Zentrum der Nordinsel und dampfen dabei aus winzigen Schloten im Gestein. Nachdem der Mount Ruapehu im September 2007 das letzte Mal ausbrach und Vulkangestein und Asche spuckte, scheinen die drei aktiven Vulkane des Tongariro Nationalparks derzeit friedlich zu sein.

Die drei Berge waren einst ein Geschenk des Maori-Oberhäuptlings Te Heheu Tukino IV (Horonuku) an die britische Krone mit der Auflage, das Gebiet vor Ausbeutung zu schützen. Aus dem Geschenk wurde der erste Nationalpark Neuseelands, und dieser zeigt sich Besuchern heute als einzigartiger Naturraum mit einer vielfältigen Pflanzen- und Tierwelt. Am Fuss der Berge überziehen orangene, braune und rote Moose und Flachse die Ebene. In höheren Regionen wechseln sich karges schwarzes Vulkangestein mit Schneeplateaus und kristallklaren Bergseen ab, im Westen der Berge finden sich Regenwälder mit Farnen und Orchideen. Streifenkiwis, Maorifalken und Fledermäuse haben hier ihre Heimat, ebenso wie eine Vielzahl an Insekten und Kleintieren. Entdecken lässt sich der Park auf einem Rundflug vom Flugzeug aus, beim Rafting auf dem Fluss oder zu Fuss auf einem der zahlreichen Wanderwege mit grossartigen Ausblicken.


Von manchen Wanderern als beste Tagestour Neuseelands bezeichnet, passiert der Tongariro Crossing  die Highlights des Parks. Von der Ebene in Mangatepopo mit ihren Büschen und Heidekräutern läuft der teilweise recht steile Weg über drei vulkanische Krater, vorbei an kargen Schnee- und Lavafeldern und türkisen Seen. Der Weg ist anstrengend und erfordert besonders beim Aufstieg zum Gipfel und beim Abstieg Trittsicherheit und grosse Achtsamkeit. Die Anstrengung wird allerdings bei gutem Wetter mit atemberaubenden Ausblicken auf die Umgebung und auf die Nachbarberge belohnt. Auf diesem Gipfel stand einer Maori-Legende nach einst der Priester Ngatoroirangi in eisigem Wind. Da er den Rückweg nicht finden konnte und kurz vor dem Erfrieren war, rief er die Götter in Hawaiki, dem spirituellen Heimatland der Maori, um Hilfe an. Diese kamen in Gestalt von Feuer, das sich unter der Erde bewegte, und hinterliessen auf ihrer Suche nach dem Priester eine Vielzahl von Geysiren im Land bevor sie schliesslich auf dem Mount Tongariro aus der Erde brachen und den Priester wärmten. Dadurch entstanden die Vulkane. Auch heute noch sind die Berggipfel für die Maori heilig und einer der Gründe, dass der Nationalpark 1991 zum UNESCO Weltkultur- und Weltnaturerbe erklärt wurde. Die Besonderheit diese Erbes besteht in der auch heute noch aktuellen kulturellen Bedeutung, die in diesem Gebiet mit der einzigartigen Geologie sowie der Natur- und Pflanzenwelt verknüpft ist. Heute machen Aktivitäten wie Angeln, Jagen und Reiten sowie die Skigebiete im Winter den Park bei Einheimischen und Touristen sehr beliebt. Wer die Berge erkunden will, sollte sich allerdings gut vorbereiten, da das Wetter extrem schnell umschlagen kann und die Wege nicht ungefährlich sind. Infos zum Park und der besten Vorbereitung liefert das Visitor Information Centre in Whakapapa Village, Tel.: 0064-7-8923729.